Interkulturelle Kompetenz Indien – Stereotype hinterfragt

Interkulturelle Kompetenz Indien – Stereotype hinterfragt

Stereotype und Indien

Es ist mitunter erstaunlich, welche Stereotype sich entwickeln. Wenn es sich um ein fernes Land wie Indien handelt und man kein interkulturelles Training Indien besucht hat, bezieht man seine Kenntnisse vorwiegend aus der Zeitung, dem Internet oder dem Fernsehen. Iraner sind tendenziell entweder islamische Extremisten oder Teppichhändler. US-Amerikaner Waffennarren und oberflächlich, wobei sich der eine oder andere sicher fragt, ob sich sein US-amerikanisches Gegenüber auch Trump gewählt hat. Im Falle von Indien hören wir entweder von Vergewaltigungen oder der Schmiede der IT-Industrie. Neulich hatte ich die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu blicken. Anlässlich eines Seminars stand ich abends an der unvermeidlichen Bar mit drei Indern zusammen, die dem Stereotyp insofern entsprachen, als dass sie im Bereich IT tätig waren.

Wahrheiten und Wahrgenommenheiten

Die drei Inder waren alle sehr gut ausgebildet. Sie arbeiteten alle in Deutschland und sprachen auch sehr gut Deutsch. Ihre Kleidung war Business-Kleidung und alle drei hatten eine ziemlich dunkle Hautfarbe. Zudem war einer mit einer Deutschen verheiratet, die anderen beiden hatten deutsche Freundinnen. Insofern waren alle ein sehr gutes Beispiel für eine gelungene Integration, über die in diesen Tagen ja so viel diskutiert wird. Alle drei fühlen sich in Deutschland sehr wohl. Dennoch müssen sie sich immer gegen Vorurteile wehren. Diese kommen einerseits von den Deutschen, die immer wieder nachfragen, ob sie Asylanten seien. Aber sie kommen auch von Flüchtlingen, die immer wieder fragen, wie sie es geschafft haben, nach Deutschland zu kommen. Über Makedonien oder Italien? Da es eine internationale Veranstaltung mit Teilnehmern aus verschiedenen Nationen war, wurde durchgehend Englisch gesprochen und auch ich fand erst nach einer Weile heraus, wie gut die drei Deutsch sprachen, was ich so – „stereotyperweise“ – nicht erwartet hatte, ich gebe es zu.

Stereotype adé – Wie Indien wirklich ist

Natürlich sind Inder Menschen wie wir alle. Ihre Kultur unterscheidet sich lediglich stark von unserer Kultur, weshalb wir gerne auf Stereotype zurückgreifen, wenn wir Verhaltensweisen der Inder nicht verstehen. Nichts ist irreführender. Wer mit Indern zu tun hat oder in Indien Geschäfte machen möchte tut daher gut daran, die Stereotypen abzulegen und sich mit der sehr vielfältigen indischen Kultur auseinanderzusetzen. Gerade weil Indien auch ein Land von mitunter krassen Gegensätzen ist. High-Tech trifft auf bäuerliche Dorfgemeinschaft, Milliardenvermögen auf zerlumpte Bettler auf der Straße. Verzichtet man darauf, weil es ja kostet, ist der geschäftliche Schiffbruch quasi vorprogrammiert. Wenn Sie die Kosten für ein interkulturelles Training Indien ins Verhältnis zu möglichen Geschäftsverlusten setzen, müssen Sie kein Warren Buffet sein um zu erkennen, dass nur wenige Maßnahmen einen besseren Return on Investment realisieren. Ein interkulturelles Training Indien mit Global Cultures sichert Ihnen das nötige Know-How, um im Indiengeschäft erfolgreich zu bestehen.

By | 2017-03-29T16:21:46+00:00 23. 01. 2017|Interkulturelles Training Indien|

About the Author:

Rainer Beekes ist interkultureller Experte aus der wirtschaftlichen Praxis. Während seiner Unternehmenslaufbahn war er über 25 Jahre für multinationale Konzerne wie z.B. Volkswagen Financial Services, American Express, GMAC oder Société Générale in 5 Ländern in Linien- und Führungspositionen tätig. Der studierte Betriebswirt und Master of International Management (MIM) leitet Global Cultures – Akademie für interkulturelles Management, für die über 200 Experten zu 112 Ländern und Regionen weltweit tätig sind. | Linkedin | Xing | Google+ | Twitter | youtube | RSS |
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